Donnerstag, 27. Juni 2013

Stinkstiefel?!



Wie schon so oft hatten wir unser Nachtlager am Strand aufgeschlagen! Unter Palmen und mit einer sanften Meeresbrise in der Nase schläft man einfach unübertroffen gut.


Kaum ging die Sonne auf, wurden wir von angenehmer Wärme in unserem Van geweckt! Ein kurzes Recken, ein kurzes Strecken und dann suchten wir unseren Weg an die frische Luft, und plötzlich:

WOW!

Was für eine Entdeckung! Sofort war ich Feuer und Flamme, Euphorie machte sich in mir breit und mit einem kleinen Lächeln im Gesicht machte ich mich auf den Weg die Sachlage genauer unter die Lupe zu nehmen :)

VERRÜCKT! Delfine, Schildkröten, Schiffswracks und Haie hatte ich im Meer bereits entdeckt, doch die Ebbe an diesem Strand gab wohl die absolute Krönung preis!

Was es ist?



Ein Motorrad!

Mitten im Meer!

Doch nicht nur das, nein! Es war nicht irgendein Motorrad, es war eine HARLEY DAVIDSON!
Die Motorradkenner unter euch werden nun vermutlich mit leuchtenden Augen diesen Fund begutachten :)
Ja, auch ich war sofort euphorisch und ergriff die Initiative! Ich startete eine Rettungsaktion, doch der Motor des Zweirades streikte aus mir unerklärlichen Gründen!
Und plötzlich kam es mir vor wie eine Filmszene:
Ich begutachtete traurig das Motorrad und beugte meinen Arm ein letztes Mal sehnsüchtig nach vorne. Ich streckte meine Finger aus, und mir schien, als würde das mir das Zweirad mit schwacher Stimme zurufen:
„ANDREAS! LASS MICH ZURÜCK – Du musst es ohne mich schaffen!“

Schweren Herzens hatte ich keine andere Chance. Ich musste meinen schlammigen Freund den reißenden Wellen der Flut überlassen.
Dennoch ließen wir uns nicht aufhalten und Céline, Alina, ich und unser treuer Gefährte Jury begaben uns wieder auf den Highway und setzten unseren Roadtrip gen Norden fort!


Die nächste Sensation ließ nicht lange auf sich warten!
Von den „Big Things“ hatte ich dir schon berichtet! Erinnerst du dich?
Die Big Banana etc etc :)
Wir konnten es kaum erwarten unsere Sammlung um ein weiteres fruchtiges Mosaikstück zu erweitern. Und so nahmen wir einen kleinen Umweg in Kauf um einen Blick auf ein sagenumwobenes Gebilde zu erhaschen!

DIE BIG MANGO!



Dann peilten wir unseren nächsten Zwischenstop ein: TOWNSVILLE!

Wir bestiegen den örtlichen Berg, die frische Luft kam uns zum Nachdenken sehr gelegen, denn: Townsville offenbarte sich als optimalen Ausgangspunkt, um unser nächstes Ziel genauer zu Planen und die nötigen Dinge in die Wege zu leiten.
Doch zunächst hieß es: Abwarten und Fisch essen!
Kevin, ein Freund den wir die letzten Tage kennen gelernt hatten, hatte nämlich erfolgreich seine Angel ausgeworfen :) Und so teilte er sein Mahl in einer feierlichen Tafelrunde mit uns :) Ich muss sagen: Exzellent.

Nachdem wir schließlich alles geplant hatten, konnten wir starten!
Der nächste Trip stand an:
MAGNETIC ISLAND!
…wirkte für uns schon seit langem anziehend :)

Und so setzten wir mit der Fähre über zur Insel, mit der tatsächlich größten Bevölkerungsdichte! Allerdings ist hier nicht die Spezies der „homo sapiens“ gemeint.
Nein. Die Insel ist bekannt für die größte Bevölkerungsdichte an KOALAS!
Da fragt man sich: Gibt es eine Insel, die mehr australisch ist?
Vermutlich nicht, denn auch Kängurus nennen dieses Stück Erde ihre Heimat :)

Drei Tage verbrachten wir dann genüsslich zwischen Palmen, Sand, Sonne und natürlich Koalas auf dieser Insel! :)
 

Doch so entspannt es klingt – die Nächte im Hostel auf Magnetic Island waren gelegentlich nicht ganz so friedlich. Denn: Possums trieben ihr Unwesen!
Wir ertappten sie in dunkler Nacht vor unserer Tür!
Ja, auf den ersten Blick sind diese kleinen Wesen scheinbar süße Gesellen! Doch glaube mir eines: Wenn sie nachts Rabatz machen, dann wirst du kein Auge zu tun :)

Dennoch ging es entspannt und mit neuen Kräften per Fähre zurück nach Townsville.
Natürlich waren wir voller Tatendrang, denn: Wer rastet, der rostet!
Wir gingen natürlich kein Risiko ein: Céline, Alina und ich waren uns einig:
PAH! WIR ROSTEN NICHT!
Ganz im Gegenteil: Kurzerhand rasten wir durch Townsville, stets mit einem Ziel im Auge:
Jupiters - Casino

Ja, richtig gehört! Uns trieb es wieder ins Casino :)
Du fragst dich:
Aus welchem Grund? Hat sie etwa das Spielfieber gepackt?

Nein. Céline, Alina und ich sind einfach nur schlaue Füchse!
Ich mache keinen Hehl daraus: Wir gingen ins Casino um etwas zu gewinnen!
Allerdings will ich mit offenen Karten spielen: Ich war mir sicher, dass wir nicht einen Cent verlieren würden!

So. Jetzt bist du endgültig verwirrt. Richtig?
Im Casino gewinnen, ohne ein Risiko einzugehen? Ist er denn vollkommen übergeschnappt?
Oder hat er tatsächlich einen genialen Einfall? Etwa eine neue Taktik?

Ich will dich nicht all zu lange auf die Folter spannen:
Nur noch eine Frage: Warst du einmal Backpacker? Und wolltest nur mit einem Rucksack bewaffnet durch die Weltgeschichte ziehen?
Nein? Dann will ich dich mit einer kleinen Zwischeninfo zur Rasse der „Backpacker“ informieren:
Finanziell gesehen ist man begrenzt, Geld ist nicht im Überfluss vorhanden. Somit wird an allen Ecken gespart, um möglichst viele Abenteuer mit dem vorhandenen Geld zu erleben!
Sprich: Backpacker sind ein armes Völkchen.

Doch ich will dich eines wissen lassen: Leere Taschen verhelfen einem zu so mancher kreativen Idee! Und so konnten wir in Erfahrung bringen, dass man sich im Casino anmelden sollte! :) Warum?
Als neues Mitglied wird man mit einem leckeren Mittagessen begrüßt – und das Beste:
KOMPLETT GRATIS :)
So ließen wir diese Chance natürlich nicht sausen und nun ist Andreas Schaible offiziell Mitglied im Jupiters Casino Townsville! :)
Mein Magen und ich genossen den Besuch dort in vollen Zügen! :)


Ach ja, gerade habe ich es erwähnt:
Abenteuer!
Vor wenigen Tagen war ich mehrere Meter tief unter dem Meeresspiegel tauchen und bin nebenher mit Nemo geschwommen.
Und jetzt?

Ja, jetzt hatte ich mir etwas anderes in den Kopf gesetzt:
Ich will mich mit einem Fallschirm aus einem Flugzeug stürzen!
Knapp 14.000 Fuß über der Erde will ich den höchstmöglichen Sprung Australiens wagen!
Eine Grenzerfahrung.
Ein Fallschirmsprung – doch nicht nur das: Die Landung sollte direkt am Strand erfolgen.

Wir begaben uns also auf den Weg nach „Mission Beach“. An diesem Ort sollte das Flugzeug starten. Dort gab es für mich sozusagen eine MISSION zu erfüllen :) Mission Skydive!
Ich zögerte nicht lange, buchte das Ticket und hielt somit folglich Eintrittskarte zu diesem Abenteuer bereits in Händen! ICH WAR BEREIT! Alles war arrangiert.
12 Uhr sollte es soweit sein. Skydive Andreas Schaible

So. Kurze Pause: Bist du bereits am zittern? Was wird er erzählen? Wie war das Gefühl?

Um es kurz zu machen: Ich konnte nicht springen. Es war zu windig.
Ich war untröstlich, doch wollte mein Vorhaben um jeden Preis in die Tat umsetzten.
Geschlagene 3 Tage wartete ich. Leider vergeblich. Der Wind spielte nicht mit und ein Fallschirmsprung wäre unter diesen Umständen viel zu gefährlich.
Mission Skydive? Wohl eher:


MISSION IMPOSSIBLE!

Doch sei gewiss: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!
In diesem Rundbrief werde ich es nun verewigen - schwarz auf weiß!
Ja, ich verspreche feierlich:
Ich werde den Fallschirmsprung nachholen!

Australien, im Juni 2013

Andreas O.F. Schaible.

Unsere Reise ging weiter und wurde durch eine feuchtfröhliche Stadt namens Tully bereichert! Feuchtfröhlich?
Ja, tatsächlich! Diese Stadt ist berühmt berüchtigt als die NASSESTE STADT AUSTRALIENS! :)
Kaum hatten wir das Ortsschild passiert fing es auch schon an zu nieseln – wirklich bemerkenswert, wie diese Stadt ihrem Ruf alle Ehre macht :)
Die Einwohner hier sind scheinbar stolz auf ihren Regen, und so wurde bereits vor Jahren ein Wahrzeichen geschaffen.
Halte dich fest:
Das Wahrzeichen von Tully,
der nassesten Stadt Australiens!
Sei bereit…

DER BIG GUMMISTIEFEL!
…zeigt her eure Füßchen, zeigt her eure Schuh…

Ja, du hast richtig gehört! Nachdem die Einwohner hier vermutlich tagtäglich Gummistiefel tragen, wurde dieses nützliche und ruhmreiche Kleidungsstück kurzerhand zum Wahrzeichen auserkoren!
Als wir uns, trotz Regen wohlgemerkt, dann das Gebilde näher betrachteten, wurden unsere Erwartungen doch tatsächlich übertroffen:
Dieser große Gummistiefel ist nützlich! :) JA, ER SCHÜTZT VOR REGEN :)
Durch eine Tür gelangt man nämlich ins Innere des Stiefels und sofort war ich nicht mehr stinkig! Ja, die Enttäuschung über den abgesagten Fallschirmsprung wurde übertönt von diesem monströsen Schuhwerk :)
In den folgenden Minuten genossen wir das Innenleben des Stiefels. Aha, so fühlt man sich also als Stinkefuß im Gummistiefel :)
Nach kurzer Zeit ging der Regen vorüber, und wir machten uns
sofort auf den Weg: Wir erklommen die Spitze des Stiefels! :)
Kaum waren wir oben angekommen, verflüchtigten sich trübe Gedanken wie Wolken am Himmel und es offenbarte sich ein neuer Horizont:
Mir wurde bewusst, dass unsere
„BIG THING COLLECTION“ nun auch von einem Foto des großen und glorreichen Stinkstiefels geziert wird :)
Der Jubel war groß!






So. Der große Gummistiefel wurde zurückgelassen. Und dann war es wieder einmal Zeit für den „Club der Denker“. Die drei elitären Mitglieder Céline, Alina und Andreas taten das, was sie vermutlich am besten konnten: DENKEN!
Alles kreiste um die eine Frage:
KÖNNEN WIR DAS SCHAFFEN?
Lange Diskussionen folgten. Ja, es ist ein Risiko. Sämtliche Argumente wurden in die Wagschale geworfen und nun steht der einstimmige Beschluss.

Nach dem Vorbild einer bekannten Fernsehserie namens „Bob der Baumeister“ riefen wir mit vereinten Kräften:
JO, WIR SCHAFFEN DAS!
Voller Tatendrang wurde alles nötige in die Wege geleitet:
Der Campervan Juri wurde auf Vordermann gebracht: Starterkabel eingepackt, Öl vorhanden, Wagenheber in der Werkzeugkiste verstaut.
Wir bereiteten einen Kanister mit einer Notreserve an Benzin vor. Nebenbei wurden große Tanks mit Trinkwasser gefüllt und im Wagen verstaut.
Ein Großeinkauf an Nahrung wurde gemacht, um so viel Proviant wie möglich im Fahrzeug vorrätig zu haben. Unser Campervan Juri war zum Platzen gefüllt.

Du fragst dich, was dieses Theater soll? Bereiten sie sich auf eine Hungerkrise vor?
Wollen sie eine Bank überfallen und rüsten sich für eine tagelange Flucht?

Ich möchte dich nur eines wissen lassen:
Unser Vorhaben ist riskant. Wir sind uns bewusst: Ja, es könnte durchaus scheitern!
Dennoch steht unser Entschluss: Wir werden es wagen.

Was uns erwartet, das wirst du im nächsten Bericht lesen. Bis dahin: Drück uns die Daumen.


Herzlichst,

dein Andreas

Montag, 17. Juni 2013

Findet Nemo 2.0



Da waren wir nun also.
Wir machten uns auf den Weg zum Hafen! Nicht etwa, um die luxuriösen Schiffe zu begutachten, nein.
Wir hatten etwas geplant:
4 Tage sollten wir uns auf See befinden – auf einem Segelboot! Ich konnte es kaum erwarten, und so trällerte ich vor mich hin:

Das Segeln ist des Schaibles Lust,
das Segeln ist des Schaibles Lust,
das Seeeeehegeln! :)

Die Crew unseres Bootes hat uns direkt herzlich Willkommen geheißen und an Bord des Schiffes begrüßt! Nun sollte er starten, unser Segeltörn!
Wir wollten nicht nur Segeln nach Lust und Laune – nein, wir hatten ein Ziel auserkoren!
Die WHITSUNDAY ISLANDS! Mein australisches Reiseziel NUMMER 1!
 
Denn: Als ich mich vor knapp einem Jahr auf meine Australienreise vorbereitet habe, habe ich genau diese Inselgruppe zu meinem Favoriten auserkoren – ich habe mich verliebt!
Stell dir vor: Per Segelschiff über das blau schimmernde Meer cruisen und die Inseln erkunden. Traumhaft. Und nun war es soweit!
Meine Vorfreude währte mittlerweile seit knapp über 1 Jahr und nun erreichte sie ihren Höhepunkt – sie war nahezu grenzenlos!

Wir betraten den Katamaran, und dann?
Wir mussten unsere Schuhe ausziehen! Auf Deck des Schiffes ist man stets barfuss :) Interessant :)
Nun gut, dann wurde es allerdings schlagartig besser: ESSEN!
Sofort wurden wir mit einer leckeren Mahlzeit begrüßt und mit leerem Magen und nackten Füßen setzten wir uns an den Tisch. Mjam, mjam. Die Segeltour war bereits gestartet während wir sämtliche Leckereien aufgegessen haben, um den Wettergott nicht zu verärgern. Dann waren wir frisch, munter und gestärkt – Es ging los!
Ja, was denn eigentlich? Was ging los? Feierlich darf ich verkünden:
Die
WASSERAKTIVITÄTEN
gingen los!
„Wasseraktivitäten“ ist ein klasse Wort und so gestaltete sich auch das Programm: Klasse!
Zunächst legte ich einen passenden Wetsuit (zu deutsch: Neoprenanzug) an und dann wurde das „Mutterschiff“ zurückgelassen :)
Nach kurzer Fahrt mit dem Schlauchboot wurde ich zu Wasser gelassen – und dann war ich mittendrin! Mittendrin im GREAT BARRIER REEF!
Great Barrier Reef? Sagt dir nichts?
Dafür kennst du Nemo, richtig? FINDET NEMO! Erinnerst du dich? Die Unterwasserwelt im  Film ist ziemlich unglaublich, dennoch ist es REAL – ja, es ist eine getreue Nachbildung des Meeres. Doch nicht eines x-beliebigen Part des Ozeans, nein. Es spielt in genau diesem Riff, dem „Great Barrier Reef“. Weitere Infos gefällig?
Es ist das größte Riffsystem dieser Erde! Dahinter verbirgt sich eine komplett lebendige Unterwasserwelt mit umwerfenden Korallen, Meeresschildkröten, Rochen und Tropenfische aller Art!
Unser Reiseführer nennt das Ganze sogar „eines der größten Weltwunder“.

Wie bereits gesagt: Ich begab mich ins Wasser und war schlagartig angekommen –
ich war mittendrin in diesem WELTWUNDER!
Bislang hatte ich noch nichts davon gesehen, doch ich war dieser hochgelobten Unterwasserwelt näher als je zuvor – JA, sie befindet sich direkt unter mir!
Dennoch muss man sich zunächst Zugang zu dieser Unterwasserwelt schaffen, und ob du es glaubst oder nicht, den Schlüssel dazu hielt ich in meinen Händen.
Was sich dahinter verbirgt?
Meine Taucherbrille und ein Schnorchel.
:) Ja, das ist alles.


Ich machte mich bereit, atmete noch einmal tief durch und dann ging es los!
ICH SCHNORCHELTE!
Ein erster Blick nach unten und ich konnte es kaum glauben. Das Wasser war klar und das Meer nicht besonders tief. Ausgestattet mit Taucherbrille konnte ich alles erspähen, was sich zwischen mir und dem Meeresgrund abspielte.
Überall unter mir waren schillernde Korallen. In allen Farben waren sie vorhanden und bewegten sich rhythmisch in den Strömungen des Meeres. Überall waren Fische in sämtliche Formen, Farben und Größen, die man einfach nur als „genial“ beschreiben kann.
Ich versuchte alles aufzunehmen, die ganzen prachtvollen Eindrücke aufzusaugen.
Sofort machte sich eine große Begeisterung in mir breit. Überall waren leuchtende Farben, als hätte sich der größte Künstler daran zu schaffen gemacht.
Jede Sekunde entdeckte ich etwas Neues und ich musste staunen, was die Natur alles kann.

Alles was ich sah faszinierte mich – es war wie eine andere Welt.
Ich fühlte mich wie ein Vogel, der alles überblickt und über die Landschaft fliegt. Es war so beruhigend, keine störenden Geräusche. Das Einzige das ich hören konnte war mein eigener Atem und das Nagen der größeren Fische an den Korallen. Sonst war alles ruhig.
Zunächst fühlt man sich alleine, bis einem klar wird, dass man in diesem Moment selbst ein Teil der Unterwasserwelt ist. Die Fische haben keine Angst, im Gegenteil: Sie tummeln sich um einen und sofort wird man als Teil des Ganzen akzeptiert. Ich gehörte dazu.
Sie waren neugierig, umkreisten mich und mir schien als tuschelten sie:
„Ist das der Neue?“ – „Ja, die Rasse kommt aus Oberschwaben“
Ich ließ mich davon nicht aufhalten, sondern setzte mich in Bewegung. Unaufhörlich erkundete ich die Gegend und plötzlich: DA! Ich sah einen dunklen Schatten auf dem sandigen Grund. Die Neugierde trieb mich und ich wollte unbedingt sehen, was sich hinter diesem geheimnisvollen Schatten verbarg. Ich näherte mich und der Schatten bewegte sich.
WOW, ich erkannte es: Ein Rochen :)
Kaum gesehen schwebte er auch schon davon und verschwand in den Weiten des Meeres.
Unglaublich.
Ich bewegte mich weiter im Wasser und war beeindruckt von den Korallen, Fischen und anderen Wundern die sich hier knapp unter der Wasseroberfläche abspielten. Ja, ich widmete mich ganz den neuen Reizen und der unglaublichen Schönheit dieser farbenprächtigen Lebensgemeinschaft. Ich war gefesselt.

Die Zeit verflog und nach meinem kurzweiligen Abenteuer im Wasser ging es zurück aufs Schiff. Ich konnte es kaum erwarten den beheizten Pool auf Deck zu erkunden und einzuweihen. In schnellem Schritte begab ich mich auf den Weg – natürlich barfuss – und stürzte mich in das warme Wasser. Nebenher schnupperte ich die milde Meeresluft und ließ die gemachten Eindrücke noch einmal Revue passieren. :)
Die Zeit verflog und plötzlich war es soweit: Mein erster Sonnenuntergang auf dem Segelboot! :) Zunächst wurde das Wasser angenehm Orange gefärbt und dann wurde die Sonne vom Meer verschluckt.


Unser Käpt´n Dylan setzte den Anker in einer abgeschiedenen Bucht und dann wurde es angerichtet: Unser Koch an Bord, Clayt, hatte bereits ein wunderbares Abendessen gezaubert :)
Hungrig vernaschten wir alles was er uns auftischte und konnten nebenher ein wenig mit Richie, dem Tauchlehrer auf unserem Segelboot, plaudern! Andächtig lauschten wir seinen Geschichten von Tauchgängen rund um den Globus.
Dann plötzlich fiel mir die Kinnlade herunter: Richie wurde bereits von Haien umzingelt!
Puh. Gruslig.
Mit Gänsehaut und großem Respekt vor Richie und seinen Geschichten ging es dann an die vermutlich schläfrigste Aktivität des Tages: Schlaf.
Hundemüde von den neuen Reizen des Tages fiel ich glücklich und zufrieden in den Kajüten unseres Bootes in tiefen Schlaf.

Bereits um 5 Uhr morgens wurde der Anker gelichtet. Die Crew unseres Bootes war bereits im Einsatz während wir noch genüsslich in den Federn lagen!
Als wir dann schließlich auf Deck kamen, meinte Richie wir sollten Ausschau halten!
Nicht etwa nach Piratenschiffen, nein! Wir sollten die Augen offen halten nach
Buckelwalen
Diese kommen um diese Jahreszeit in die Region und so sollten wir stets aufmerksam sein, ob wir einen Wasserstrahl entdecken können :)

Ich allerdings hatte schon etwas anderes im Kopf – es war in greifbarer Nähe!
Das Juwel der Whitsunday Islands. Ausgezeichnet durch das blau schimmernde Meer und den schneeweißen Pulversand, der so unglaublich fein ist.
WHITEHAVEN BEACH
Wirst du einmal einen Reiseführer von Australien aufschlagen, dann wirst du definitiv eine Abbildung davon finden - Es ist DER Traumstrand schlechthin.
Wir genossen die Sonne dort und unser Glück war nahezu vollkommen :)

 
Vegemite. Schon davon gehört?
Eingeborene nennen diesen Brotaufstrich „the taste of Australia“! Ja, Australier sind übermäßig stolz auf ihre Vegemite. Was sich dahinter verbirgt? Konzentrierter Hefeextrakt.
Hört sich recht ausgefallen an und es schmeckt, nun gut, sagen wir:
Interessant.
Nachdem ich mich bei anderen Backpackern umgehört habe, würde ich allerdings vermuten, dass ungefähr 97,4% der Europäer lieber einen Autoreifen vernaschen würden, als einen Toast mit Vegemite zu essen.
Dennoch möchte ich dir keine Meinung vorgeben, aber vielleicht gehörst genau DU zu den 2,6%, die Vegemite mögen. Bleibt also nur noch eins zu sagen: BILD DIR DEINE MEINUNG! :)

Dann hieß es: HISST DIE SEGEL!

Der Wind blies kräftig (so wie ich auf dem Foto) und unsere Segeltour durch das Inselparadies ging weiter.
Wir betrieben das so genannte Insel-Hopping und machten an mehreren einsamen Stränden und Buchten halt. Nebenbei Schnorchelten wir was das Zeug hielt und dann wurde erneut der Anker gesetzt:
Plötzlich konnten wir etwas entdecken, es war nicht weit von unserem Boot. Zunächst konnte ich nicht erkennen was es war, dann aber reckte dieses Etwas seinen Kopf aus dem Meer. Eine riesige Meereschildkröte :)
Sie tauchte auch, als würde sie uns hier in ihrer Heimat begrüßen. Sogleich winkte ich ihr freudig zu und wäre sie nicht sofort wieder verschwunden, hätte ich einen Hechtsprung gemacht und wäre zu ihr geschwommen :)

Dann machten wir uns mit dem Schlauchboot auf den Weg zu einem Inselstück namens
„Tongue Bay“!




Wir machten uns auf den Weg zu einem Lookout, von dort konnte man wunderbar die Inselgruppe der Whitsunday Islands und das tropische Paradies sehen.
Reiner weißer Sand, der sich durch das türkis-blaue Wasser zieht. Ein magisches Bild.

Dann wagte ich einen Blick nach unten in den Ozean und sah, wie mehrere Rochen im Wasser ihre Runden drehten.


Von der anstrengenden Wanderung ging es dann zurück an Bord und ich machte mich auf den Weg, die Wärme und Sonne auf Deck zu genießen :)
Dann, während der Fahrt hörte ich plötzlich unseren Tauchlehrer Richie laut Pfeifen!
Ein Pfiff nach dem anderen, und ich fragte mich schon, was er denn da für Faxen trieb.
Er klärte mich auf: Des Öfteren folgen Adler seinem Pfiff und umkreisen das Schiff. Die Crew wirft dann ein Stück Fleisch in die Luft und sie fangen es, bevor es das Meer berührt – beeindruckend!
Dann besuchte ich unseren Käpt'n Dylan, und habe ein wenig mit ihm geplaudert. Er hielt das Steuer stets auf Kurs und führte uns in eine Bucht, wo wir den Anker geworfen haben. Das sollte unsere Bleibe für die Nacht sein :)
Später habe ich dann die zahllosen Sterne am Nachthimmel genossen :) Ja, ich kostete den Anblick auf dem Deck des Segelbootes in vollen Zügen aus :)

Dann war es soweit: Ich freute mich auf einen angenehmen Schlaf und unendliche Entspannung, doch ich hatte die Rechnung ohne Meeresgott Poseidon gemacht.
Vermutlich hatte er einen Streit mit seiner Frau – denn er war stinksauer!
Und so war unglaublich raue See und unser kleines Boot war wie ein Spielobjekt der massiven Wellen.
Eine Frage: Hast du schon einmal versucht in einer Achterbahn zu schlafen?
Ja, du würdest scheitern! Und so war auch in unserem Boot an Schlaf nicht zu denken. Nicht wenige wurden Seekrank.

Nach wenigen Stunden hatte sich Poseidon beruhigt und so wurde am nächsten Tag genüsslich gefrühstückt und den Geschichten des Kapitäns gelauscht. Er hatte einiges zu erzählen von:
Käpt'n Dylan und seiner tollkühnen Crew

Und dann war es soweit! Nächster Halt: Der Meeresgrund!
Schnorchelnd hatte ich die Unterwasserwelt des Great Barrier Reefs schon erkundet, doch ich wollte mehr, ich wollte das MAXIMALE. Ja, es reizte mich schon seit langem die Tiefen des Ozeans zu erkunden und nun sah ich den Zeitpunkt als optimal: ich wollte TAUCHEN!
Vor wenigen Tagen hatte ich mit Richie bereits eine Einführung in die Kunst des Tauchens und er zeigte mir lebensrettende Skills um für den Notfall bereit zu sein! Ja, in mehreren Metern Tiefe sollte man nicht in Panik geraten.
Ach, und weißt du was? Bereits als 5-jähriger musste ich leider enttäuschend feststellen, dass man unter Wasser nicht sprechen kann. Diese Erkenntnis fuchst mich mittlerweile seit über 15 Jahren, doch Richie setzte dem Leiden ein Ende: Er lehrte mir die Tauchsprache.
Sollte ich nun einem Hai begegnen, kann ich Richie unter Wasser per Zeichensprache meine Entdeckung problemlos mitteilen :) Klasse, oder?

Ja, ich fühlte mich bereit – ich wollte meinen ersten Tauchgang wagen!
Ausgestattet mit Sauerstoffflasche, Neoprenanzug und sonstiger Tauchausrüstung begaben wir uns an einen optimalen Tauchspot. Richie kennt sich hier aus, ich würde fast behaupten:
Die Unterwasserwelt ist in etwa wie sein Wohnzimmer.
Wir begaben uns ins Wasser und nach einem kurzen Dialog machte ich mich bereit. Ich setzte meine Taucherbrille auf und begab mich unter Wasser.
Zunächst nur ein Stück, dann wagte ich mich etwas tiefer. Es war ein komisches Gefühl – ich befand mich mehrere Meter unter der Wasseroberfläche, doch das Beste war: ICH ATMETE!
Ja, ich atmete Luft aus einer Flasche!
Ich fühlte mich wohl und so ging ich tiefer und tiefer. In regelmäßigen Abstanden machte ich einen Druckausgleich. Nebenher betrachtete ich die Anzeige meiner Tauchausrüstung: Angenehme 25°C Wassertemperatur – so lässt es sich aushalten :)
Dann waren wir unten angekommen! Ich befand mich nun auf dem Meeresgrund und Richie, dieser schlaue Fuchs, hatte einen klasse Plan: Fischfutter!
Er hatte eine Ration mitgenommen, packte es aus, und…

WIR WAREN UMGEBEN – FISCHE, ÜBERALL FISCHE! Links, rechts, oben, unten – ÜBERALL :)
In allen Farben und Größen waren sie da und machten sich über das leckere Fressen her.
Dann meinte Richie, ich solle ihm folgen und so schwammen wir in den Tiefen des Meeres, stets auf der Suche nach Geheimnissen, die diese Unterwasserwelt uns zu bieten hat :)
Ja, in den letzten Tagen war ich bereits des Öfteren Schnorcheln und alles stand stets unter einem Motto: FINDE NEMO!
Ich wollte dem Clownfisch nicht nur auf der Kinoleinwand, sondern auch in der Realität begegnen!

Sagte ich Clownfisch? Clown?
Nemo und ich sind ja fast Kollegen!
Ich wurde bestärkt: Ja, ich will Nemo finden!
Unsere Tauchgruppe um Richie erkundete weiter den
Meeresgrund und da plötzlich sah ich eine riesige Muschel auf dem Meeresgrund! Ich näherte mich um zu sehen, ob ich zufällig eine wertvolle Perle in ihr finden kann – leider nein :)
Dann blickte ich nach links und ein massiver Fisch von über einem Meter schwamm direkt an mir vorbei. Seltsames Gefühl, einem solchen Fisch derart Nahe zu sein, kannte ich bislang nur aus dem Aquarium :) Ich folgte ihm ein wenig um ihn näher zu betrachten. Wundervoll. Dann habe ich mich verabschiedet um mich auf die Suche nach dem nächsten kleinen Abenteuer zu machen.
Ich erblickte eine große Krabbe auf dem Meeresgrund und ja: Ich konnte es kaum glauben. Es war unfassbar: Ich konnte all die Vielfalt, die das Meer bietet, mit meinen eigenen Augen sehen und erleben!
Ich war den Meereslebewesen nun näher als je zuvor und die Fische die ich sah, waren komplett Bunt. Ich war fasziniert, denn es war komplett anders als beim Schnorcheln.
Ich war nun nicht mehr wie ein Vogel, der schwerelos über Landschaft schwebt, nein. Ich war nun mehr ein Teil der Unterwasserwelt und konnte wie ein Fisch die Tiefe erkunden.
Dann plötzlich erschien Richie in meinem Sichtfeld. Ich solle ihm folgen, und so machten wir uns gemeinsam auf den Weg. Nach wenigen Metern verwendete er die Zeichensprache und er zeigte genau dieses Symbol, das ich am sehnlichsten erwartete: CLOWNFISCH!
Ich beugte mich nach vorne und da war er NEMO!
DA WAR ER! Und es war vollkommen: Clownfisch stößt auf Clowntaucher!
Wir haben uns natürlich direkt gut verstanden :)
Ich war begeistert und glücklich und zufrieden kann ich nun das Projekt „Findet Nemo“ für mich abhaken :) Er wurde gefunden :)

Als ich fast schon dachte es könnte nicht mehr besser kommen, entdeckte ich etwas anderes.
Gelassen schwamm sie da und blickte mich an: Eine riesige Meereschildkröte!
Es ist unbeschreiblich, wie ich mich über die Entdeckung gefreut habe. Ich bin ihr dann ein Stückchen gefolgt und habe ihr zugeschaut. Sie scheint so frei zu sein, sie gehört keinem und kann die Weite des Pazifiks unbegrenzt erkunden. Dann konnte ich sie sogar an ihrem Panzer berühren, ein Stück Nervenkitzel :)

Nach einer Weile blickte ich auf meine Anzeige: Die Sauerstoffflasche neigte sich ihrem Ende zu und Richie signalisierte mir, dass wir nun auftauchen sollten.
Das war also mein Tauchabenteuer!
Ja, nun verstehe ich vollkommen, warum unser Reiseführer das Great Barrier Reef als
„eines der facettenreichsten Wunder der Natur“ beschreibt.
Ich konnte es kaum erwarten, die Fotos von Richies Unterwasserkamera zu betrachten :)
 
Da waren wir nun also: Unser Kapitän Dylan setzte Kurs auf den Heimathafen in Airlie Beach!
Doch nicht nur das: Er hat doch tatsächlich unser Segelschiff rückwärts eingeparkt!
Sprachlos beobachtete ich das Einparkmanöver und habe Dylan dann nach seinem Erfolg direkt mit Applaus belohnt!

4 Tage haben wir nun also auf See verbracht! Wunderbare Fotos erinnern an diese Erfahrung :)
Ja, und während der Zeit auf dem Segelboot habe ich sogar teilweise schon mit dem Gedanken gespielt, mir nun auf dem Festland einen Anker auf den Oberarm zu tätowieren lassen. :)
Do macht man das nun mal unter den alten Seebären!




Es grüßt der australische Seemann Andreas!

AHOI!


PS: Ich habe Lust auf Fischstäbchen!

Donnerstag, 6. Juni 2013

Das Schweigen der Männer




Ein Bilderbuchmann. Groß, stark, tapfer! So stellt man sich ihn vor!
Ja, selbst im Kindergarten wird man bereits zur Tapferkeit erzogen. Selbst wenn man nicht zum Stamme der Majas gehört – und auch nicht Sohne des Indianerhäuptlings der Inkas ist: Einem heranwachsenden Manne wird gelehrt:        
   Ein Indianer kennt keinen Schmerz.
Furchtlos und ohne Angst soll man durch die Welt schreiten.
Warum erzählt uns der Andreas das? Lass dich überraschen…

Doch zunächst etwas anderes: Rockhampton.
Mit unserem Van Juri sind wir durch die Straßen Australiens getuckert, bis wir auf dieses sagenumwobene Rockhampton gestoßen sind.
Ich persönlich habe dieser Stadt einen neuen Namen verpasst. Darf ich vorstellen:
CROC-hampton
Und diesen Namen hat sich die Stadt redlich verdient – Croc -  ja klar, du weißt schon:
Krokodile!
Krokodile gibt es hier jede Menge, sie wurden bereits mehrfach gesichtet: Im Fluss.
Im Fluss der durch die Stadt fließt - Beängstigend!

Doch damit nicht genug, diese Stadt bietet mehr! Mehr CROCtastisches!
Ja, so verrückt es sich auch anhört, aber hier gibt es eine
KROKODILFARM
Tatsächlich? So etwas sollte es geben?
Kurzerhand haben wir unseren Juri geschnappt und uns auf den Weg gemacht.
Abenteuerlustig wie wir sind, wollten wir uns die Sache näher ansehen!

Da waren wir nun also. Die Krokodilfarm wurde erkundet:
Sage und schreibe 3000 (DREITAUSEND) Krokodile sind hier beherbergt!
Eine unglaubliche Zahl.
Vor allem wenn man bedenkt, dass meine Heimatstadt Baustetten etwas mehr als
2000 Einwohner hat – verrückt, oder?
Sprich: Die Krokodile hier würden nicht einmal satt werden wenn sie unser gesamtes Dorf vernaschen würden. J Das natürlich nur THEORETISCH gesehen – ich will es nicht unbedingt ausprobieren, und vermutlich hätten die anderen 1999 Einwohner auch noch ein Wörtchen mitzureden.
Nun gut! Recht imponierender Gedankenausflug aber zurück zum Thema – es wird nämlich noch besser :)
Denn: Wir wurden von einem echten Krokodiljäger durch die Farm geführt.
Ein Krokodiljäger? WOW! Der war bestimmt groß, stark und FURCHTLOS – ein Bilderbuchmann, wie oben beschrieben :)

Unser Krokodiljäger hingegen hatte relativ wenig Muskeln, war relativ klein und abgesehen davon sprach noch ein weiterer Grund gegen die Vorstellung des Bilderbuchmannes:
Sie war eine Frau.
Stacey war ihr Name und ihre Hauptaufgabe auf der Farm ist, sich um die kleinen Krokodilbabies zu kümmern :) SWEET!

Sie stattete sich mit ein paar Hühnchen aus und dann ging unsere Tour durch das mit Seen gespickte Gelände der Krokodilfarm los.
Vor dem Betreten hat uns ein Warnschild glücklicherweise direkt auf KROKODILE hingewiesen. Ich muss zugeben: Damit hatte ich in meiner Naivität nicht gerechnet!
Ein weiteres Schild ließ uns wissen, dass man in den Gehegen nicht schwimmen sollte. Aha. Ich ließ mir meine Enttäuschung nicht anmerken, aber scheinbar hatte ich meine Badehose wohl vollkommen umsonst angezogen. :)


Nun gut. Unsere Tour ging los:
Links wie rechts waren Krokodile, die Warnschilder waren also scheinbar nicht ohne Grund angebracht! :)
Stacey war total in ihrem Element – man spürte: Die Krokodilfarm ist ihre Leidenschaft!

Sämtliche Krokodile wurden höflich mit ihren Namen angesprochen. Verrückt?
Abwarten. Es kam noch besser:
Es war an der Zeit:
RAUBTIERFÜTTERUNG!
Die mitgebrachten Hühnchen sollten an die Krokodile verfüttert werden.
 
RAUBTIERFÜTTERUNG!

Fleisch, Blut und scharfe Zähne. Diese Worte schießen einem sofort in den Kopf.
Ja, alleine das Wort „RAUBTIERFÜTTERUNG“ lässt einem den Schreck in die Knochen fahren.


Stacey jedoch gestaltete die Situation nicht so erschreckend wie eigentlich erwartet, nein.
Ganz im Gegenteil.
Man stellte sich die Frage? Bin ich hier wirklich auf einer Farm mit gefährlichen Raubtieren?
Oder hat die gutmütige Mutter Stacey ihre kleinen Kids gerade von der Schule abgeholt und serviert ihnen nun liebevoll das Mittagessen? :)


Ja, Stacey war beeindruckend:
Sie stopfte den Krokodilen das Maul!
Wortwörtlich, denn:
Alle Krokodile wurden satt.

Und wie oben beschrieben wurden die Raubtiere LIEBEVOLL gefüttert.
Mit ihrem ganzen Mut hielt Stacey die Hühnchen bis zum bitteren Ende in ihrer Hand – absolut unglaublich.
Ich zählte nach: Sie hatte noch insgesamt 10 Finger.
Ja, unsere Stacey :) Schon alleine wegen ihrem unglaublichen Mut hätte sie sich den Titel „Bilderbuchmann“ redlich verdient.
Denn: Wer kann schon behaupten, dass Krokodile einem aus der Hand fressen?

Die Krokodile genossen das Mahl in vollen Zügen und sichtlich gesättigt ließen sie sich die Nachmittagssonne auf den Pelz scheinen.
Pelz? Ich meine natürlich: Sie ließen sich die Nachmittagssonne auf
die Schuppen scheinen :)

Kaum hatte Stacey dann die leckeren Hühnchen an ihre Schützlinge verteilt, ging unsere Tour weiter:

Es wartete ein MONSTRUM von über 5 Metern Länge:
ROCKY!
Stacey erzählte uns seine Geschichte. Absolut einzigartig!
Du willst sie erfahren? Lehn dich zurück…
Vor vielen, vielen Jahren war einmal ein kleines süßes Krokodilbaby namens Rocky und ein „cleverer“ Aboriginie – Ich nenne ihn in der Geschichte ganz simpel: Hans.
Weiter in der Story: Hans hatte eine Idee!
Er nahm Rocky aus der Wildnis mit nach Hause. Verrückt, denn: Er wollte ihn doch tatsächlich in der Badewanne halten und als Haustier aufziehen. :)
Bei jedem vernünftigen Menschen würden doch sofort die Alarmglocken schrillen:
Ein wildes Krokodil als Haustier? UNMÖGLICH.
Nicht jedoch Hans – er dachte: Eine klasse Idee! Er war begeistert!
Tagtäglich durften seine Kinder somit mit dem kleinen Krokodil Rocky spielen.
Mit der Zeit allerdings wurde Rocky größer und stärker. Hin und wieder schnappte Rocky nach einem der Kinder, was für den „cleveren“ Aboriginie Hans jedoch kein Grund zur Beunruhigung war.
Als jedoch seine Frau eines Tages von dem Krokodil gebissen wurde, war das Fass endgültig übergelaufen: Hans konnte überzeugt werden, dass Krokodile vermutlich nicht besonders gut als Haustiere geeignet sind.
Glücklicherweise wurde somit Schlimmeres verhindert und weder Hans noch einer seiner Familienmitglieder kamen ernsthaft zu schaden.
Und Rocky? Er lebt mittlerweile glücklich und zufrieden auf der Krokodilfarm :)
ENDE der Geschichte :)

CRAZY! Ungläubig lauschte ich, als Stacey uns die Geschichte erzählte. Ja, ich konnte es nicht fassen.

Dann allerdings wurde ich aus meinen Gedanken gerissen. Ein Highlight stand an.
Stacey zauberte etwas aus ihrem Hut:
Ein kleines Krokodilbaby!

Ich nenne es:
Schnappi, das kleine Krokodil :)
Zuerst lag es in einem Ei, dann schni-, schna-, schnappte es sich frei!

Nachdem ich nun mit Kängurus gehüpft bin, einen Koala gestreichelt, und einen Delfin gefüttert habe, ist nun das tierische Quartett vollständig:
Ich habe ein Krokodilbaby auf Händen getragen :)


Mittlerweile fragst du dich sicherlich: Wie verdient eine solche Krokodilfarm Geld?
Krokodile zahlen schließlich keine Miete!
Sehr richtig, berechtigte Frage! :)
Wer allerdings den Farmshop betritt, der findet Antwort:
EINE Krokodilhandtasche hat einen Wert von über 1000 Dollar! Ob sich das lohnt?
Na klar, sie ist wasserdicht, das ist das Besondere Merkmal von Krokodilprodukten! :)
Neben solchen wasserdichten Handtaschen vertreibt die Farm außerdem Gürtel aus Krokodilleder, Armbänder und sonstige Croco-Produkte!
Aha, interessant!

Und neben dem Shop gibt es etwas, das ist absolut nicht zu verachten:
Ein Krokodilrestaurant!
Wir betraten es und hatten ein Ziel: Krokodilfleisch sollte probiert werden!
Ein Blick auf die Speisekarte und wir bestellten: „Einen Krokodildöner bitte.“ :)
Ja, lass mich raten: Dir brennt eine Frage auf den Nägeln? Wie schmeckt es?
Ein Biss war genug und mir wurde klar:
Krokodilfleisch schmeckt in etwa wie Hühnchen – nur etwas zäher!
STIFTUNG ANDY-TEST
präsentiert: Krokodilfleisch!

Mein Fazit:
Passabel, aufgrund der teureren Preisklasse als Hühnchen: Nicht zu empfehlen!

Nachdem das Krokodil verspeist war, war es soweit: Wir sagten der Krokodilfarm adieu!
Doch Stacey hielt uns für einen Moment zurück!
Warum? Wir sollten vorsichtig sein! Wenn möglich komplett von Flüssen fernhalten, auf KEINEN Fall in der Nähe von Gewässern campen. Das sei Lebensgefährlich in der Region hier!
Ja, außerdem hatte sie uns bereits die „Crocodile Nesting Area“ gezeigt – somit hatten wir eine Ahnung, wie ein solches Krokodilnest im „real life“ aussieht.
Sprich: Sollten wir ein solches Nest in freier Natur sehen, dann wissen wir, dass wir uns in unmittelbarer Nähe eines Krokodilwohnzimmers befinden!

Dann ging unser Weg noch einmal zurück nach Rockhampton und direkt am Krokodilfluss vorbei, und dabei hatte ich einen Einfall. Ein geniales Wortspiel:
Rockhampton CROCT
Croc-hampton ROCKT!

Mit einem dicken SMILE im Gesicht wurde die Stadt dann zurückgelassen :)
Ja, wir waren „back on the roads“! Unser Roadtrip ging weiter – gen Norden!
Mittlerweile geht es in Australien mit großen Schritten in Richtung Winter und der Süden wird bereits kalt und trüb!
Der nördliche Teil des australischen Landes hingegen lockt selbst im Winter mit tropischen Temperaturen :) Über 500 km auf dem Highway lagen vor uns…

HEEEEEEEY, AB IN DEN NORDEN!
DER SONNE HINTERHER!
EY JO, WAS GEHT?
DER SONNE HINTERHER!


Wir fuhren der Sonne entgegen! Ja, wir jagten das warme Wetter und reisten weiter unaufhörlich in Richtung Äquator :)
Die Musik wurde aufgedreht um die lange Reisezeit so angenehm wir möglich zu gestalten. Kaum auf der Straße und schon waren wir zwischen unzähligen Trucks auf dem Highway! Dann plötzlich sahen wir links neben der Straße ein wunderbares Bild: Kleine Kängurus tummelten sich auf einer Wiese und die strahlende Sonne am Horizont machte das Bild absolut vollkommen.
Glaubt mir, in diesem Moment wurde mir ein weiteres Mal klar:
JAWOLL, Ich bin in Australien! Hier gibt es wundervolle Tiere und wenn man Glück hat kann man sie teilweise sogar von der Straß . . .

„SAG MAL, WAR DAS GERADE EINE SCHLANGE?“
Céline riss mich aus meinen Gedankengängen und blickte mich fragend an.
Wirklich?
Zunächst hatte ich die Vermutung, die Feuerwehr hätte versehentlich ein Stück Schlauch am Straßenrand verloren.
Dann allerdings wurde mir klar, dass diese Vorstellung komplett absurd ist, und so ist mir bei genauerem Hinsehen klar geworden:
Sie hatte Recht – es war eine Schlange!

Regungslos lag sie am Straßenrand! Überfahren!
WAS FÜR EIN DING! Vermutlich jeder deutsche Zoo würde dieses Exemplar mit Handkuss in seinem Sortiment begrüßen!

Wir verabschiedeten uns von der Schlange und machten uns auf den Weg zur nächsten Tankstelle um unsere Reifen etwas aufzupumpen.
Kurz die Felge entnommen, und plötzlich: WAH! Eine riesige Spinne hatte sich dort eingenistet! Puh, mit Glück konnten wir einem Spinnenbiss entgehen :)

Nun gut, mit Schreck in den Gliedern ging unsere Tour weiter: Wir machten einen Abstecher ins Pioneer Valley!
Die dortige Flussschlucht namens Finch Hatton Gorge schien uns reizvoll! Weder Aufwand noch Mühen wurden gescheut – Wir wollten dieser Schlucht einen Besuch abstatten!
Und so bahnte unser Van Juri seinen Weg durch den von Regenwald umwachsenen Weg – hin und wieder durchquerte er Pfützen und Bäche.
UNSER JURI!
Ja, mittlerweile ist er wirklich mit allen Wassern gewaschen :)


Dann gönnten wir unserem Juri eine Pause und schnürten unsere Stiefel:
Wanderung durch den Regenwald!
Und unsere sportliche Aktivität wurde absolut belohnt.
Wir hörten eine Art Kreischen in den Bäumen.
Ein Blick nach oben und wir konnten die Geräuschquelle sofort ausfindig machen:
Schwarz, groß und kopfüber hingen sie in den Bäumen:


FLUGHUNDE!

Ich war komplett fasziniert von diesen Kreaturen und sofort wünschte ich mir mein Batman-T-Shirt herbei.
Kurzerhand wäre ich den Baum nach oben geklettert und hätte mich für einen kleinen Mittagsschlaf zu ihnen gesellt. :)
Das einzige Problem: Mein Shirt lag tausende Kilometer entfernt in meinem Kleiderschrank in Baustetten. Wie sagt man so schön:

Satz mit X – das war wohl nix!

Trotzdem gingen wir weiterhin frohen Mutes unseren Weg im Regenwald entlang.
Die Badehose war eingepackt!
Bereits im Voraus hatten wir in Erfahrung gebracht, dass in den Tiefen des Regenwaldes hier ein krokodilfreier Wasserfall zu finden sei! :)



Da die letzte genommene Dusche bereits in weiter Vergangenheit lag, kam uns diese Gelegenheit gerade recht :)
Im eiskalten Wasser dieses natürlichen Schwimmbeckens nahmen wir ein Bad und ließen uns anschließend von der strahlenden Sonne ein wenig wärmen :)
Und das alles inmitten des australischen Regenwaldes! Ein Traum.

Völlig entspannt nahm die Zeit ihren Lauf und Céline, Alina und ich entschieden uns die Nacht in Finch Hatton Gorge, mitten in der Wildnis, zu verbringen!

In den vier Wänden unseres Campervans Juri waren wir vor wilden Tieren sicher, dennoch wurde uns die Entscheidung, die Nacht hier im Naturpark zu verbringen, fast zum Verhängnis: Nachts regnete es, und regnete und regnete. Tropfen für Tropfen, Liter für Liter!
Mit der Zeit trat in uns die berechtigte Angst auf, den Park am nächsten Tag nicht verlassen zu können, weil wir ja die Flüsse auf dem Weg durchqueren mussten.
Selbst unser Reiseführer warnte, dass der Park bei übermäßigem Regen nicht für Fahrzeuge zugänglich sei. Aha. Na wenn da mal nicht ein Abenteuer wartete :)

Doch ich will nicht lange um den heißen Brei reden: Unsere Sorgen waren unbegründet – unser Juri bahnte sich den Weg durch das Wasser problemlos und nahm diese Hürde locker und lässig!
 
Back on the road – Nächster Halt: AIRLIE BEACH!

Ein traumhaftes kleines Städtchen!
Den Nachmittag verbrachten wir am Strand und dort zauberten wir dann ein Festmahl für den Abend.
Dann suchten wir uns ein Quartier für die Nacht etwas außerhalb der Stadt.
Gesättigt sind wir in unsere Schlafsäcke gefallen und schlummerten seelenruhig und friedlich, bis plötzlich:
KNOCK, KNOCK – Ein Klopfen an der Türe unseres Vans. Céline, Alina und ich blickten uns an. Es war stockduster. Ein Blick auf die Uhr: 4 Uhr morgens. Der Vorhang wurde beiseite geschoben und wir blinzelten nach draußen. Ein Ranger – ein Ordnungshüter! Er hatte uns ertappt: Es ist in Australien nicht erlaubt in Fahrzeugen zu schlafen!
So drohte er uns mit einer 200 Dollar Strafe sollten wir nicht SOFORT das weite Suchen.
PUH. Nun gut. Verschlafen und benommen machten wir uns somit auf den Weg und suchten uns einen anderen Schlafplatz.
Ich muss zugeben: Eigentlich schlafen wir JEDE Nacht verbotenerweise in unserem Van und um ehrlich zu sein wurden wir bereits schon knapp zehn Mal von unserem gewählten Schlafplatz vertrieben! Aber PSSSST, das ist ein Geheimnis :)
Allerdings war es stets zu humanen Zeiten aber DAS hier war wohl bislang die schlimmste Erfahrung mit Wildcamping!

Jedoch wurden wir auf der Suche nach einem neuen Schlafplatz fündig:
Wir campten direkt am Meer und so genossen wir am nächsten Tag ein wundervolles Frühstück auf Sand mit neuen Freunden!
Da waren wir also: Am Strand, unter Palmen und inmitten von Möwen und Muscheln.


Pffff, wer braucht schon das luxuriöse Hotel unter den Linden?

Darf ich vorstellen:
Juri - Das Hotel unter den Palmen.


Dann wurden wir Zeuge eines Naturschauspieles:
Es kam die große Ebbe und das Wasser zog sich zurück.
Dann war es soweit: Krebswanderung!

Unzählige kleine Krebse wanderten auf dem Sand. Tausende von ihnen – Überall!
Es wuselte, egal in welcher Richtung!


Jeder von ihnen hatte einen tiefblauen Körper und kaum erblickten sie uns, haben sie sich innerhalb von Sekunden in den Sand eingebuddelt.
Nachdem wir unzählige Krebse erschreckt hatten suchte uns der Hunger heim:
Mittagessen! :) Mit unseren Campingstühlen machten es wir uns sonnengeschützt unter unscheinbaren Bäumen gemütlich.
Dann plötzlich wurden wir von oben bombardiert!
EIN PAPAGEI! Über uns in den Baumwipfeln trieb er sein Unwesen und katapultierte uns mit Blättern, Ästen und exotischen Früchten!
Wir ließen uns davon nicht beeindrucken sondern versuchten im Sprechen beizubringen – leider ohne Erfolg!
Nach und nach verließ uns die Motivation und wir machten uns schließlich auf den Weg zum Strand. Da war der Papagei zu Recht vollkommen sprachlos :)

Unser Vorhaben?
Wir hatten Kokosnüsse gefunden – die wurden nun geknackt!
Wir machten es uns am Strand bequem und dann ging die Prozedur los – ARBEIT PUR!
Leider hatten wir keine Machete zur Hand und so mussten die Kokosnüsse mit einem Küchenmesser geknackt werden!

Stell dir das Bild vor:
Wir drei Schlawiner hocken am Strand und knacken verzweifelt Kokosnüsse! :) Doch es hat sich gelohnt: Den Kokosnusssaft zu schlürfen war einfach herrlich :) Sind wir denn im Paradies?

Ach, und wisst ihr was ich bereits herausfinden konnte? Selbst die Obdachlosen hier in Australien sammeln und knabbern Kokosnüsse am laufenden Band!

Doch bei allem Lob darf man nicht vergessen, dass eine große Gefahr von Kokosnüssen ausgeht! Ich mache kein Geheimnis daraus, jemand muss das Thema ansprechen:
Fallende Nüsse können Menschen töten!
Trifft einen eine Kokosnuss am Kopf, dann kann man an den Folgen sterben! Kein Witz!
Tatsächlich: Jährlich werden mehr Menschen von einer solchen wortwörtlichen „Kopfnuss“ erschlagen, als von einem Hai getötet!



Doch nun wieder zurück zu den schönen Dingen des Lebens:
Ja, ich muss sagen, ich hatte mich ein wenig verliebt:
Airlie Beach ist eine absolute Traumstadt!



Sie hat einen ganz besonderen Flair und so viele unterschiedliche Facetten!
Ganz zu schweigen natürlich von Sonne, Palmen und Meer, die das Ganze noch unterstreichen!
 
Und als sei das nicht genug haben wir bei einem Strandspaziergang einen Sandkünstler getroffen!
Kurzerhand hat er ein Portrait von mir in den Sand gemeißelt – Voilà!


Außerdem gibt es hier in Airlie Beach neben einem idyllischen Wasserfall die wohl beste Toilette ever, mit dem wohl besten Pissoir!

 


Hast du so etwas schon einmal gesehen?









Doch geht man zum Strand und will im Meer baden, dann gibt es unzählige Warnschilder!
Nicht etwa Haie sind die größte Gefahr hier, nein.
QUALLEN treiben in diesen Gewässern ihr Unwesen! Tödliche Quallen!
In bestimmten Jahreszeiten tummeln sie sich im Meer und machen Baden UNMÖGLICH!
Denn: Wer will schon mit einer Würfelqualle planschen?
Doch das Gute ist: Die Warnschilder regen zum Optimismus an: Es gibt Menschen die überleben, nachdem sie gestochen wurden :)

Dennoch muss man sich bewusst machen:
Australien ist das Land mit den meisten tödlichen Tieren!
Mut und Tapferkeit hin oder her:

Nun ist es soweit:

                       ICH BRECHE DAS SCHWEIGEN DER MÄNNER!

Ja, ich gebe zu: ICH HABE ANGST!

Ich habe Angst, dass mir Krokodile meinen Arm anknabbern.
Ich habe Angst vor Schlangen, die so groß wie Feuerwehrschläuche sind.
Ich habe Angst vor Spinnen, die in Autofelgen wohnen.
Ich habe Angst vor Kokosnüssen, die nur darauf warten auf Köpfe zu fallen.
Und ich habe Angst vor Quallen, die in den Weiten des Ozeanes hausen!

JA, diese Dinge bereiten mir Angst und Schrecken!
Nun ist es raus – ihr wisst Bescheid!
Das Geheimnis ist gelüftet :)


So. Dennoch genießen wir derzeit unser Leben hier in Airlie Beach!
Denn diese Stadt dient uns als Sprungbrett zum nächsten Abenteuer, das dich bereits im nächsten Rundbrief erwartet!
Sei gespannt was der alte Seebär Andreas so alles erlebt :)

Herzlichst,
Dein Andreas :)