Sonntag, 7. April 2013

DIE BANANE!




Das Ulmer Münster. Das Brandenburger Tor. Schloss Neuschwanstein. Der Kölner Dom.
Ein Gedanken daran und mir wird bewusst: Deutsche Wahrzeichen sind eine Pracht.

Auch Australien hat Wahrzeichen. Sie sind…nun gut. Sagen wir INTERESSANT.

Da wären wir nun also: Australische Wahrzeichen. An was denkst du?
Kriegsdenkmäler? Skulpturen? Statuen? Fehlanzeige.
Ein kleiner geschichtlicher Ausflug:
Die australische Geschichte ist extrem jung. Erst im 20. Jahrhundert wurde Australien unabhängig und bislang war dieses Land nie in einen namhaften Krieg verwickelt.
Tapfere Krieger? Fehlanzeige. Idole? Nicht vorhanden. Helden? Negativ.

Und dennoch: Keeeeein Problem! Kurzerhand wurde ein ganz anderes Wahrzeichen aus dem Boden gestampft. Darf ich vorstellen:

DIE BIG BANANA



Die BIG BANANA. Was sich dahinter verbirgt? Relativ simpel:
Eine überdurchschnittlich große Banane mitten im Herzen von Coffs Harbour. Höchst interessant :)

Die Meinungen über die „Big Banana“ sind geteilt. Ich zitiere unseren Reiseführer:
"Für die einen ist die Big Banana ein großes Wahrzeichen, für die anderen ist sie eine Scheußlichkeit."


Meine Meinung? GENIAL. Ich bin ein höchst leidenschaftlicher Genießer und Freund von Bananen und so war ich bei der Besichtigung begeistert! Ja, wie ein kleiner Junge genoss ich mit großen, schimmernden Augen den Anblick auf dieses Gebilde.

Und wie könnte es besser passen: Direkt neben diesem Wahrzeichen steht eine riesige Bananenplantage! Der Bananenexport ist groß hier in der Region.
Ja, und so konnten wir in der Umgebung zahlreiche Bananenfarmen entdecken. Schwuppdiwupp statteten wir den Farmern einen Besuch ab :)
Unsere Erkenntnis: Inder sind im Bananen-Business stark vertreten!
Ja, es war verwunderlich: ALLE Bananenfarmen wurden von Indern betrieben!
Ich kombinierte sofort: Die indischen Mitbürger mögen Bananen auch so gerne wie ich!

Ja, nahe der Farmen bot sich uns ein Ausblick auf die riesigen Plantagen: Bananenstauden so weit das Auge reicht! :) Traumhaft :)
Und ein Glück für die Farmer, dass die Bananen gerade nicht reif waren! Warum?
Vor meinem inneren Auge sah ich mich schon auf einem Liegestuhl. Mitten in der Plantage. YUM YUM, fruchtig frische Bananen :)

Schluss mit der Träumerei! Unsere Reise ging weiter! Unser Van Juri transportierte uns gen Norden!
Nächster Halt: Woolgolga!
Dort kombinierte ich erneut:
Die Inder müssen wohl schon eine Menge Bananen verkauft haben!


Denn: Ein mächtiger indischer Tempel stand da am Straßenrand! Kurzerhand machten wir einen kulturellen Ausflug in den so genannten „Sikh-Tempel“ der indischen Gemeinde hier.





Indische Kultur hin oder her, wir ließen uns nicht aufhalten. Wir reisten weiter:
BYRON BAY hieß unser nächstes Ziel!
Die Stadt mit dem vermutlich bekanntesten Leuchtturm des gesamten Landes. Warum? Er steht am östlichsten Punkt des australischen Festlandes.
Und wer erinnert sich? Der gute alte Spruch aus früheren Schulzeiten: „Im Osten geht die Sonne auf, im Süden nimmt sie ihren Lauf…“
Ihr wisst schon :) Man füge nun diese beiden Informationen zusammen und voilà:
Man erhält den frühesten Sonnenaufgang des gesamten australischen Landes :)


Wenn man dabei bedenkt, dass hier in Australien die Sonne sage und schreibe 10 Stunden früher aufgeht als bei dir in Deutschland, dann ist das eindrucksvoll.
Und nun: ERTAPPT – ja, lass mich raten: DU bist du gerade am Rechnen! „Mhhh, wie viel Uhr hat wohl der Andreas gerade?“

Ich will dich ja nicht stören, aber: SCHLUSS jetzt mit der Rechnerei!
Nun geht’s nämlich weiter: Céline, Alina und ich machten uns auf den Weg die Spitze des Leuchtturmes zu erklimmen!
Zunächst wollten wir Juri mitnehmen, er zählt ja schließlich auch zu unserer kleinen Reisefamilie, aber die steilen Stufen innerhalb des Leuchtturms waren etwas zu schmal für unseren Van :)
Gut. Spaß beiseite :) Wie gesagt wurde kurzerhand die Spitze des Leuchtturms von uns erklommen!

Die Aussicht war wunderbar :) Und in bestimmten Monaten im Jahr kann man von der oberen Plattform die Wale im Meer optimal beobachten :)

Und dann ließen wir den Leuchtturm hinter uns.

Nun möchte ich euch berichten von ARTS FACTORY!
Es handelt sich hierbei um ein Hostel.
Ein Hostel, das in vielerlei Hinsicht absolut einzigartig ist!


Das beginnt schon bei den Schlafmöglichkeiten: Neben „gewöhnlichen Räumen“ kann man die Nacht hier auch in Indianertipis verbringen!


Außergewöhnlich. Besonders wenn man bedenkt dass sich das Hostel nahezu mitten im Dschungel befindet: Der See auf dem Gelände ist komplett von Busch umgeben und es tummelt sich so manches Getier dort:

Den Lizzard links konnte man streicheln – SCARY.



 




Rechts siehst du den exotischen Vogel
Kookaburra!


Ja, neben dem See und diesen Exoten ist auch sonst eine Menge geboten in diesem Hostel: Es gibt einen Pool unter freiem Himmel und direkt daneben ein Beachvolleyballfeld für sportliche Aktivitäten.
Doch damit nicht genug: Kommen wir zurück zum Namen: ARTS FACTORY!
Wörtlich übersetzt ist es somit die „Kunstfabrik“.
Und man muss sagen: Das Hostel macht seinem Namen alle Ehre: Es wird viel Wert auf Kreativität, Musik und Kunst gelegt! :) Neben Live-Konzerten konnten wir einen Talentwettbewerb erleben. Aber das vermutlich Beste: Die Ur-australischen Workshops!
Man wird nahezu zu einem Aboriginie ausgebildet:
„Wie baue ich ein Didgeridoo?“ – „Wie werfe ich einen Speer?“
Das als kleiner Einblick in die „Lehrgänge“ hier – absolut klasse :)



Und nun halte dich fest. Es wird verrückt.
Wir starteten einen Ausflug: NIMBIN!
Eigentlich ist es nur ein kleines Dorf und dennoch absolut berühmt berüchtigt!
Warum? Es ist DIE Hippiestadt in Australien!
Ehrlich. So etwas hatte ich noch nie in meinem Leben gesehen! Unvorstellbar.
Direkt bei der Ankunft wurde uns klar, dass uns hier etwas
Einzigartiges geboten ist: Ein Ort voller Hippies, Straßenkunst, lässiger Kleidung, Rastas und Dreadlocks. Zusammen ergibt das: Eine absolut lockere Stimmung. Soweit unser erster Eindruck.


Dann starteten wir eine Erkundungstour. Und wie wir herausfinden konnten gibt es etwas, das diese Stadt absolut auszeichnet. Und von sämtlichen anderen Städten unterscheidet.
Noch nie hatte ich etwas Ähnliches gesehen: 


Die Shops der Stadt haben keine geregelten Öffnungszeiten!
Sie öffnen und schließen einfach nach Lust und Laune! Unglaublich, wo gibt es denn so etwas?
Und wie ihr seht: Die entspannte Stimmung ist nicht nur eine Momentaufnahme. Nein.
Es ist die LEBENSEINSTELLUNG in dieser Stadt!

Und die Einkaufsstraße?
Absolute Hippie-Shops – ÜBERALL!
Die Verkaufsartikel? Wasserpfeifen, Tabak in allen Geschmacksrichtungen, Zigaretten, Filter, Papers, Grinder, Räucherstäbchen, etc etc.
Ihr wisst schon :)

Das ist noch nicht alles: Es gibt noch etwas, das Nimbin absolut einzigartig macht: Die Freundlichkeit und Offenheit der Menschen ist bemerkenswert!
Sagte ich gerade Offenheit?
Oh ja, diese erwähnte „Offenheit“ reicht sogar so weit, dass dich Dealer auf offener Straße ohne zu zögern ansprechen: „Weed? Cookies? Mushrooms?“
 
Ich kann berichten: Bei einem Marsch von 100 Metern über diese Einkaufsstraße wurden uns sage und schreibe DREI Mal Drogen angeboten! Bemerkenswert!
Kannst du dir das vorstellen?

Vermutlich nicht. Vor allem wenn man bedenkt: Drogen sind ILLEGAL in Australien!
Aber Nimbin macht wohl ein Stück weit seine eigenen Gesetze! :)

Nun gut. Es gibt vermutlich einige, die nach einem Besuch dieser sagenumwobenen Stadt Nimbin in luftigen Höhen schweben – Sie sind „HIGH“!


Auch ich war am Tag darauf absolut HIGH! Allerdings aus einem anderen Grund:
PARAGLIDING


Ich wollte es wagen! So lange habe ich davon geträumt: „EINES TAGES WERDE ICH FLIEGEN!“
Doch wie oft verschiebt man seine Träume? Aus Tagen werden Wochen, aus Wochen werden Jahre. Doch wozu? Wozu warten?
Ich ergriff die Initiative! Der Traum sollte wahr werden!


Voller Vorfreude startete ich in den Tag. Warum? Ich hatte ein Telefonat mit dem Paragliding-Experten Bryan: „Der Wind steht optimal“!


Es sollte soweit sein! Ich werde Fliegen!

Ohne Motor - Völlig Lautlos - nur mit der Kraft der Thermik!

Es war windig. Ich war nervös, flattern im Bauch.
Dennoch schnappte ich mir den Helm, schnallte ihn fest und machte ich mich bereit zum Start – auf einem Hügel. Tandemflug: Bryan und ich.






 


Wir rannten los! GERANNT, und plötzlich verlor ich den Boden unter den Füßen! Ein Windstoß erfasste uns und wir wurden in die Lüfte getragen!

Ich fühlte es.
Das Gefühl, unendlich frei und leicht zu sein!
Ich war barfuss um den maximalen Kick zu bekommen, um den Windzug am ganzen Körper zu spüren! Ich streckte meine Beine in die Luft, ohne Boden unter den Füßen spürte ich eine Briese vorbeiziehen. Wir stiegen weiter: 150 Meter Höhe!

Die Welt lag uns zu Füßen :)


Ich blickte umher: Unter mir das Meer, der Strand. Es bot sich eine großartige Sicht in alle Richtungen: Die Häuser der Stadt Lennox Head auf der einen Seite, steile Klippen ins Meer auf der anderen Seite und am Horizont der Leuchtturm von Byron Bay! Traumhaft.
Wir starteten einen Rundflug: Zunächst am Strand entlang und dann waren die Klippen unser Ziel: Aus nächster Nähe sahen wir den steilen Abgang ins Meer und wir beobachteten, wie die Wellen an den Klippen zerschellten.

Wir machten eine 360° Wendung, der Wind pfiff mir um die Ohren.
Dann blickten wir in die unendliche Weite des Meeres. Und dann war da der absolute Höhepunkt:
ICH SAH IHN!
Einen Delfin! Direkt unter uns drehte er seine Runden im Wasser!
Mit einem Sprung verabschiedete er sich, ehe er wieder in den Tiefen des Meeres verschwand!
Und dann machten wir uns zur Landung bereit:
Zunächst verloren wir an Höhe, der Erdboden kam uns immer näher! Seltsames Gefühl – dann berührten unsere Füße das Gras, zunächst waren wir im Spurt, dann konnten wir die Geschwindigkeit verlangsamen.

Ich war zurück. Ich hatte es geschafft. Ich hatte das Gefühl zu gleiten und zu schweben - frei wie ein Vogel! Diese Momente in der Luft werden mich wohl nicht so schnell wieder loslassen.


So. Es ist kein Geheimnis. Ihr wisst natürlich: Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei!

Und leider muss ich zugeben: Dieser Bericht ist keine Wurst.
Voller Schreck muss ich nun also die Hiobsbotschaft verkünden:
DAS ENDE IST NAHE!
Nur noch eines: Ein Foto.
Ein Foto zweier Kästen!


PS: Bei Einem handelt es sich um einen Stromkasten!




Mittwoch, 27. März 2013

EINFACH TIERISCH!



Wir machten uns auf den Weg: Céline, Alina, ich und unser Van Juri starteten einen Countrytrip ins Landesinnere!
Die Gefährten auf der Suche nach den Geheimnissen der Natur!
Dazu ließen wir die Küste hinter uns. Sämtliche große Städte und die Zivilisation wurde verlassen! Sprich: Kein Handyempfang, kein Internet :)

Doch was noch viel schockierender ist:
KEIN MC DONALDS IN REICHWEITE!

Aber natürlich waren wir vorbereitet: Unsere Vorratskammer Juri war bis zum Platzen gefüllt. Wir waren vorbereitet auf ein Leben in der Wildnis :)



Und dann machten wir uns auf dem Weg Richtung Ebor – und zwar auf den berühmt berüchtigten WATERFALL WAY!
Gespickt von unzähligen traumhaften Wasserfällen am Straßenrand macht diese Straße seinem Namen alle Ehre!
Und ich kann berichten: Dieser Weg ist absolut ein Leckerbissen für alle Naturliebhaber!
Umgeben von Regenwald bietet diese Landschaft unzählige exotische Pflanzen!
Und wisst ihr was? Die an dieser Route liegenden Nationalparks zählen zum Weltnaturerbe!
Eindrucksvoll. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen, das wollen wir aus nächster Nähe betrachten :)
Kurzerhand die Schuhe geschnürt und dann waren wir bereits auf dem Weg die Natur zu Fuß zu erkunden: Wir wanderten durch den Regenwald.



Wanderung über Stock und Stein. Bis zum absoluten Höhepunkt: Der SKYWALK.
Hinter diesem Name verbirgt sich ein Steg.
Ein Steg der durch die Baumwipfel führt und an dessen Ende man über das gesamte Tal blicken kann :)



Und ich darf euch berichten: Abseits von jeglicher Zivilisation und abseits von jeglicher Ablenkung durch Medien kann man seinen Gedanken freien Lauf lassen :)
Die Wanderung im Regenwald nutzte ich um mir Gedanken zu meinem Leben zu machen.
Plötzlich wurde mir deutlich, dass ich auf meiner bisherigen Reise neue Seiten meiner Persönlichkeit erkundet habe, mich selbst ein Stück weit besser kennen gelernt habe.
Das löste eine unglaubliche Freude in mir aus. Denn: Das war mir wichtig! Ja, das war sogar ein Ziel meiner Reise!

So. Aber von den tiefgründigen Gedanken nun zurück zum Regenwald.
Wir entschlossen uns: Wildcamping. Eine Nacht wollten wir in der Natur verbringen.
In der Nähe eines Wasserfalles schlugen wir unser Lager für dich Nacht auf. Und unser kleiner Campingkocher meisterte die Herausforderung ohne Probleme:
Drei hungrige Mägen wurden gefüllt :)
Und dann?
Es wurde Abend und es wurde Morgen.
Zweiter Tag - in der Wildnis!

Erneut machten wir uns auf den Weg:
BACK TO THE ROADS!
Und nun sollten einige unbefestigte Straßen auf uns und vor allem unseren Juri warten.
Ja, unser guter, alter Juri :) Hart im nehmen, der Junge!
Nach dem Off-Road-Trip und Schlaglöchern wie aus dem Bilderbuch hatten wir die große Erkenntnis:

Unter Juris Motorhaube ist die pure Männlichkeit vereint.

EILMELDUNG:
Guten Abend meine Damen und Herren!
Der „Club der Denker“ hat in diesen Tagen in Australien eine elitäre Konferenz abgehalten.
Die prominenten Gäste Céline, Alina und Andreas tagten zum Projekt „Fahrbarer Untersatz“. Nun darf ein einstimmiger Beschluss berichtet werden:
Der Campervan „Juri“ wird aufgrund außergewöhnlicher Dienste im Namen des Clubs ausgezeichnet und hört nun offiziell auf den Namen:

Juri der Unbeugsame!
Australien, im März 2013

OFFIZIELL BESTÄTIGT:
Der „Club der Denker“:
Céline, Alina und Andreas


Ja, unser Juri.
Ich darf berichten: Der erste Autokauf meines Lebens ist absolut robust, standhaft und gemächlich :)
Und natürlich klasse dekoriert:
Nachdem ich im letzten Rundbrief von der „Clownsnase am Rückspiegel“ berichtet habe werde ich euch nun die nächste Dekoration vorstellen:
Es hängt direkt neben unserer Matratze und wacht somit stets über unseren Schlaf:
Das Bild der Familie Schaible :)
Nachdem es bereits im Zirkuswohnwagen über meinem Bett hing hat es auch in unserem Juri nun seinen Platz gefunden :)
Und nachdem wir ein paar Sticker mit Buchstaben gefunden hatten zieren nun ebenso unsere Namen die Innenseite unseres Vans :)




So. Und nun halte dich fest: Es wird EINFACH TIERISCH!

Wir machten uns auf den Weg zum „Billabong Koala and Wildlife Park“ in Port Macquarie!

TIERISCH SÜß!
Koalas.:)

Und das Beste:
Ich hatte sogar die Ehre einen zu streicheln!
Mein Fazit?
Weich.

Ja, am liebsten hätte ich ihn einfach mitgenommen. Aber leider war meine Hosentasche zu klein.



Und nun: TIERISCH WITZIG!
Wir hatten eine weitere Begegnung in diesem Wildlife Park. Wie es dazu kam?
Wir liefen auf einem Weg. Waren gerade in unsere Unterhaltung vertieft, als wir plötzlich unterbrochen wurden:
„HELLO, HELLO“.
Wir drehten uns um. Ein Kakadu! Ein sprechender Vogel.
HERRLICH. Diese Betonung, diese Stimme – unglaublich witzig :)
Und ja: Wie oft hat man schon sprechende Vögel im Fernsehen gesehen? Aber wer hatte den schon wirklich eine solche Begegnung? Kaum einer.
Und so waren wir gefesselt und versuchten natürlich weitere Worte aus ihm herauszukitzeln. Was uns gelang: „BYE, BYE“ krächzte der Vogel.
Wow, klasse Wortschatz :) Denn wenn man ehrlich ist reicht es um einen vollständigen Dialog vom Anfang bis zum Ende zu führen. „Hello“ - „Bye, bye“!
Ja, ich kenne Menschen bei denen ich nach einem Gespräch denselben Wortschatz vermutet habe :)


Die nächste Geschichte wird: TIERISCH NAH!
Ja, nun wird es sich um das australische Vorzeigetier drehen:
Das Känguru!
Ja, seit meiner Ankunft hier in Australien habe ich einige Kängurus gesehen. Hüpfend, stehend, fressend. Alles hatte ich beobachtet.
Doch bislang NUR von der Ferne!
Ein wenig traurig.
ABER: Die Tage waren gezählt!

Die Kängurus waren mir zum greifen Nahe!

Ich hatte den Tarnmodus eingeschaltet:
Ich gab mich als Känguru aus!
Ich nahm ihre Körperhaltung an, versuchte ihr Verhalten zu imitieren.
Was mir phänomenal gelang, wie ihr auf dem Bild rechts unschwer erkennen könnt!
(Tipp: Ich bin das LINKE Känguru)



Als ich schließlich ihr Vertrauen gewonnen hatte und in der Kängurufamilie aufgenommen war, gab ich mich als Mensch zu erkennen!
OOOUH, RISKANT!
Ja, aber natürlich waren wir schon Freunde geworden und so konnte ich trotzdem noch einen schönen Nachmittag mit meinem Freund Skippy verbringen :)



Kaum hatte ich mich von Skippy verabschiedet reisten wir weiter.
Und wir kommen direkt zum nächsten Kapitel dieses Rundbriefes:



TIERISCH NASS
Wir machten uns auf den Weg zu „Marine Magic“ in Coffs Harbour :)

Zum ersten Mal in meinem Leben durfte ich sie erblicken: DELFINE!
Wunderbare Tiere.
Mit absolut beeindruckenden Tricks – wie bereits die Bilder verraten!














Und ich hatte eine erneute Begegnung mit SEELÖWEN!

TIERISCH TALENTIERT!

Ich bin kein Meeresbiologe, ABER:
Mit großer Sicherheit würde ich sie in die Gattung der „Zirkus-Seelöwen“ einordnen, denn:
Sie konnten tatsächlich einen Ball auf der Schnauze jonglieren :)








Und nun:
TIERISCH KLEIN!
Eine Frage:
Wie stellst du dir einen Otto-Normal-Pinguin vor?

Also wenn ich an einen Durchschnittspinguin denke, dann ist der über 1 Meter groß und watschelt in der Antarktis umher.




Das war mein Wissensstand vor ein paar Monaten.
Mittlerweile wurde ich eines besseren belehrt:
Australien beherbergt die so genannten Zwergpinguine! Winzige Pinguine die am Strand zu finden sind und die sich ihren Namen mit einer Größe von 35cm redlich verdient haben!


Mach dich bereit: Das große Finale:
TIERISCH VERLIEBT!

LOVE IS IN THE AIR!

Ich konnte meinen Blick kaum noch abwenden. Es war Liebe auf den ersten Blick.
Mit Schmetterlingen im Bauch konnte ich mir tatsächlich einen Kuss ergattern!
Neeeeeidisch?

Seit diesem Moment schwebe ich auf Wolke 7!
Und tue alles um meiner neuen Liebe zu gefallen: Und so betätige ich mich selbst in meinem Urlaub sportlich: Liegestütz am Strand :) :) :)



Ich hoffe euch zu Hause geht es TIERISCH GUT!

Liebe Grüße
Andreas :)

Mittwoch, 20. März 2013

Living the DREAM!




In den vergangenen Monaten wurde mir eines deutlich:
Ich will Reisen. Australien entdecken.

I HAVE A DREAM.
Ein Roadtrip auf der Ostküste des australischen Kontinents.
Auf eigene Faust die exotische Natur, all die Geheimnisse, all die Wunder dort zu entdecken.

Das ist der Reiz. Das ist der Traum.

Alleine reisen? Natürlich nicht. Ich möchte euch von einer Begegnung berichten:
Wir springen ein paar Monate zurück. Melbourne. In der Innenstadt lernte ich Céline und Alina kennen. Beide sind Backpacker – wie ich. Wir kamen ins Gespräch.
Und wie es das Schicksal wollte stellte sich heraus: Wir hatten exakt die gleichen Pläne!

Konnte es Zufall sein?
Vermutlich nicht.
Spontan schlossen wir uns zusammen, gemeinsam wollten wir Australien unsicher machen!
So schmiedeten wir fleißig Pläne zu unserem Trip, unser Vorhaben kristallisierte sich immer mehr heraus. Monat für Monat, Woche für Woche stieg die Vorfreude.
Und dann sollte es soweit sein. Es war es in greifbarer Nähe:

Wir hatten einen Deal am laufen – IMPORTANT!
Location?
Sydney - Stadtteil Darlinghurst – William Street
Als Schauplatz der großen Übergabe wurde eine Seitenstraße ausgewählt.
Eines war wichtig: Die Ware muss in einwandfreiem Zustand sein.

Alles war vorbereitet - Wir waren bereit!
Die Vertragspartner konnten kommen!
Du wirst nervös? Die letzten Zeilen beunruhigen dich?
Ich will dich aufklären. Keine Angst! Was wie etwas Illegales klingt, ist kein Verbrechen.
Absolut nicht. Nein. Es handelt sich um nichts Geringeres als den WICHTIGTSTEN Teil unserer gesamten Reisevorbereitungen! Was es ist?


Sie gestatten?
Hiermit möchte ich vorstellen:

Steckbrief:
 
Name: Juri
Geschlecht: männlich
Spitzname: Mr. Sunshine
Nationalität: 100% australian
Alter: 12 Jahre pure Lebenserfahrung!
Mein großes Vorbild: Ferrari GT
Lieblingsreiseziel: australische Küsten mit Sonne, Meer und Palmen!
Lieblingsgetränk: Unleaded 91
Größter Erfolg: Tüv-Prüfung 2010 bestanden – locker und lässig :)
Haustiere: Drei Affen
Lebensmotto: BORN TO BE WILD!

Das ist er, unser Juri! :) Mit ihm hatte ich nun also einen zweiten Mann an meiner Seite!
Einen richtigen Hingucker! Einen zweiten Mann der unglaublich Eindruck macht. Ja, Juri ist so talentiert, so vielseitig! Ja, ich muss neidlos zugeben, dass er unglaublich
viele Fähigkeiten hat. Ein kleiner
Ausschnitt seiner Vorzeigequalitäten?
Eine Kostprobe?


In Juri kann man schlafen. Resultat: Schlafzimmer!
In Juri kann man wohnen. Resultat: Wohnzimmer!
In Juri kann man seine Klamotten wechseln: Resultat: begehbarer Kleiderschrank!
Recht atemberaubend, das musst du zugeben. Ja, und das alles komprimiert auf engstem Raum.
Doch nun: Mache dich bereit! Das Wertvollste an unserem Van kommt nämlich erst jetzt:
Juri kann uns zu JEDEM beliebigen Ort des australischen Kontinents bringen!

Ja, der Kauf des Vans war unser Schritt zur totalen Unabhängigkeit!
Unabhängig von öffentlichen Verkehrsmitteln – unabhängig von Hostels und ähnlichen Unterkünften. Mit Juri haben wir die Möglichkeit unseren Trip und unsere Ziele so zu gestalten wie es uns gefällt! Spontan. Ja, Juri verschafft uns ein Gefühl der maximalen Freiheit!
Aber das „Paket Juri“ beinhaltet noch einen zweiten Teil! Ein Fakt der das ganze „würzt“, der den Trip zu einem Abenteuer macht:
Maximale Freiheit – minimaler Luxus!
Minimaler Luxus?
Ja, bereits oben habe ich es erwähnt. Es war kein Witz: Wir benutzen Juri als unser Schlafzimmer, Wohnzimmer und als unseren begehbaren Kleiderschrank :)
Und noch etwas solltet ihr wissen: Juri war ursprünglich ein Lieferwagen – erst im Laufe seines Lebens wurde er zu einem Campervan! Sprich: Juri stellt uns nur die absoluten Basics die man zum Leben braucht.
Seine Ausstattung?
Wir haben eine Matratze und Campingausrüstung!
Campingausrüstung? Ja, auch hier nur das absolut nötigste: Campingkocher, Teller, Messer, Gabel, Löffel, Töpfe, Pfannen, 3 Stühle und diverses Küchenaccessoire!
Abenteuerlich :) Doch ich kann berichten: Es ist absolut genug zum Leben :)
Und um ehrlich zu sein: Ich genieße es! Ein Leben ohne unendlichen Luxus.
Alles ist so perfekt unperfekt!


Und noch eines möchte ich euch berichten: Wir haben ein stets wiederkehrendes Abenteuer: Die Suche nach einer Dusche!
Es gibt mehrere Möglichkeiten: Baden im Meer, Baden im See, in Hostels schleichen, öffentliche Duschen, Regen, an Häuser klopfen und zu guter Letzt: Schwimmbäder.
Ach ja: Nicht selten kommt es vor, dass die gefundene Dusche nur kaltes Wasser bietet – ungefähr immer!
Schlimm? Natürlich nicht! Wir nutzen sie mit vollem Vergnügen! Denn eine Erkenntnis hatte ich bereits: Fließendes Wasser ist im Leben eines Backpackers extrem wertvoll!
Ach und weißt du was? Manchmal wünscht man sich, man könnte auf Vorrat duschen! :)

Nun gut, aber nun zurück zu Juri:
Unser Roadtrip sollte unter einem guten Stern stehen. Aberglaube hin oder her, wir hatten einen absoluten Talisman für unser Fahrzeug auserkoren.
Der Wackel-Elvis ist bereits seit Jahren OUT.



Doch nun steht der neue Trend in den Startlöchern. Der neue Stern am Glücksbringerhimmel.


- TROMMELWIRBEL -

Der Award in der Rubrik „Talisman“ geht in diesem Jahr aaaaaaaaaan:



Die Clownsnase am Rückspiegel!



TADAAAAA!
DARAUF HAT DIE WELT GEWARTET!

Clownsnase?
Sie ziert unseren Rückspiegel und ist nicht nur Glücksbringer und Dekoration. Nein. Viel mehr. Um ehrlich zu sein behaupte ich:

Die Clownsnase ist unsere Galleonsfigur!

Da staunst du :) Ja, unglaublich vielseitig so eine Clownnase. Wer hätte das gedacht?






So und mittlerweile sind wir schon einige Tage mit unserem „Multitalent Juri“ unterwegs.
Unterwegs am anderen Ende der Welt – und auf der anderen Seite der Straße!

DENN: In Australien herrscht Linksverkehr!
Doch erneut musste ich feststellen: Man gewöhnt sich an alles :)
Mittlerweile bin ich daran gewöhnt auf der LINKEN Seite zu fahren.
Ja, und ohne Übertreibung darf ich sagen: Pffff, das mach ich doch mit links :)
Im wahrsten Sinne des Wortes, denn:  Es wird mit der LINKEN Hand geschaltet!




Ja, und so machen wir Drei nun die australischen Highways unsicher!
Mit Sonnenbrille auf dem Gesicht, offenem Fenster und Musik aus dem iPod genießen wir unseren Roadtrip durch das Land :)
Ausgestattet mit Kartenmaterial der australischen Highways wird wie zu guten alten Zeiten die Route geplant – OLDSCHOOL!


Gecampt und geschlafen wird dort wo es uns gefällt :) Meist direkt neben dem Ozean am Strand oder an Seen!


 
Das Beste? Aus der Dachluke unseres Vans kann man den klaren Sternenhimmel beobachten :) Ein Traum!


Was mir besonders gefällt wenn wir direkt am Beach campen?
Viele Strände hier sind mit öffentlichen Barbequestations ausgestattet :) Dort zaubern wir aus sämtlichen Zutaten die wir in unserem Van finden können die köstlichsten Leckereien :)
Natürlich stets an der frischen Luft unter freiem Himmel – DRAUßEN ZUHAUSE :)




Ja, und wenn man derart nah an der Natur lebt, dann trifft man des Öfteren exotische Tiere!
Wie wir bereits nach wenigen Tagen feststellen durften:
Wir hatten uns eine Bleibe für die Nacht ausgewählt.
Und bereits der Name der Stadt dort ist erwähnenswert: „Lemon Tree Passage“.
Doch es kommt noch besser: Wir befanden uns nahe dem Meer und dann erblickten wir sie:


PELIKANE

Mächtige Vögel mit mächtigem Hunger!
Ein Fischer mit großem Herz versuchte ihre unersättlichen Mägen zu füllen!


Guter Mann – dank ihm konnten wir einen wunderbaren Blick auf diese Vögel erhaschen :)








Ja, und mittlerweile haben wir eine besondere Beziehung zur Natur. Man könnte ja fast behaupten:
Wir reisen im Namen der Umwelt.
Neben unseren täglichen Erlebnissen retten wir noch kurz das Leben von hilflosen Tieren.
Ich erinnere mich: Sonniger Tag, Fahrt in unserem Van, entspannte Atmosphäre.
Dann plötzlich: WAS WAR DAS?
Wir mussten Juri bremsen. Drehten um, stiegen aus. Wir wollten es genauer unter die Lupe nehmen. Kurz von 6 Augenpaaren analysiert und wir waren uns einig:
Schildkröte!
Mitten auf der Straße. Puh, na wenn das mal nicht gefährlich ist!
Sofort wurde die Initiative ergriffen. Mit Erfolg:
Leben gerettet! Schildkröte in Sicherheit :)



Doch wir sind nicht die einzigen Samariter in Australien.
Ich darf euch berichten vom absolut einzigartigen


Koala Hospital
Ein Krankenhaus nur für Koalas!
 
„Die spinnen die Australier“ -
das war mein erster Gedanke.
Doch ich muss zugeben: Sofort war unsere Neugierde geweckt und so statteten wir dieser Einrichtung einen Besuch ab!
Ja, das Krankenhaus für Koalas gibt es wirklich! Sämtliche verletzte Tiere der Region werden hier gepflegt, versorgt und so lange in Obhut gehalten, bis sie wieder bereit sind in die Freiheit entlassen zu werden! Starke Einrichtung!
Die Patienten sind sowohl Opfer von Buschbränden als auch Verkehrsunfällen!
Doch anders als ich es von Krankenhäusern gewohnt bin, bekommen die Patienten hier leider weniger Besuch von ihren Familienangehörigen.
Ja, und so haben wir uns eben ein Herz gefasst, um den Koalas ein wenig Gesellschaft zu leisten :) Doch die waren leider recht wenig beeindruckt: Sie ließen sich nicht von ihrem gemütlichem Mittagsschlaf abhalten :)


Aber nun etwas anderes: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte:



HEY HEY HEY – Ride a camel today!


Frei nach diesem Spruch ließ ich mir dieses Erlebnis nicht entgehen :) Camelsafari!
Mit einer Karawane von 4 Kamelen zogen wir los um den Strand von Port Macquarie zu entdecken :) Und nun ist es offiziell: Ich hatte einen Kamelritt direkt am Meer! :)





Nun sind wir gespannt, was die Zukunft noch bringen wird :)
Impossible is nothing – Nichts ist unmöglich.

Denn wir sind…
 
FREI – FREI WIE VÖGEL IM WIND!


Es grüßen Céline, Alina und Andreas.